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Gastronomie eröffnen in München: Konzession, Auflagen — und was vor dem ersten Gast online sein muss

Redaktionelle Illustration zum Beitrag „Gastronomie eröffnen München: Konzession & Website“
Illustration: dzeksn

Wer in München ein Restaurant, ein Café oder eine Bar eröffnen will, braucht zwei Dinge parallel: die behördliche Freigabe für den Betrieb und einen digitalen Auftritt, der schon am Eröffnungstag steht. Die kurze Antwort auf die Genehmigungsfrage: Sobald Sie Alkohol ausschenken, brauchen Sie in Bayern in der Regel eine Gaststättenerlaubnis — die „Konzession" — die Sie in München beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) beantragen. Dazu kommt ein Bündel an Auflagen und Nachweisen.

Die genauen Formulare, Gebühren und Fristen dafür liefern die offiziellen Stellen am zuverlässigsten: die IHK für München und Oberbayern, das KVR und das Serviceportal der Stadt. Deshalb geht dieser Beitrag den Behördenteil bewusst nur im Überblick durch — und widmet sich dann der Frage, die in keinem Amtsschreiben steht, aber über die ersten Monate entscheidet: Was muss online stehen, bevor der erste Gast kommt?

Denn in München fällt die Entscheidung, wo eingekehrt wird, fast immer am Handy. Wer erst nach der Eröffnung an Website, Speisekarte und Reservierung denkt, verschenkt genau die Wochen, in denen ein neues Lokal am meisten Neugier erzeugt.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Orientierung, keine Rechts- oder Steuerberatung. Was in Ihrem konkreten Fall gilt, klären Sie mit dem KVR, der IHK für München und Oberbayern und gegebenenfalls einer fachkundigen Beratung.

Die Konzession: was in München verlangt wird

Ob Sie überhaupt eine Erlaubnis brauchen, hängt vor allem am Alkohol. Reine Speisen und alkoholfreie Getränke — also das klassische Café oder der Imbiss — sind in Bayern oft erlaubnisfrei und nur anzuzeigen. Sobald aber Bier, Wein oder Spirituosen über den Tresen gehen, greift in der Regel die Erlaubnispflicht nach dem Bayerischen Gaststättenrecht. Für den genauen Fall ist das KVR die maßgebliche Stelle.

Rund um die Erlaubnis verlangen die Behörden typischerweise mehrere Nachweise. Ohne Anspruch auf eine vollständige oder aktuelle Liste — das prüft das Amt im Einzelfall — tauchen meist auf:

  • Gewerbeanmeldung für den Betrieb.
  • Gaststättenunterrichtung bzw. eine Belehrung über lebensmittelrechtliche Pflichten, in der Region über die IHK organisiert.
  • Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt für alle, die mit Lebensmitteln arbeiten.
  • Führungszeugnis und Auszug aus dem Gewerbezentralregister zur persönlichen Zuverlässigkeit.
  • Nachweise zu den Räumen — hier wird es lokal oft kompliziert, weil eine bestehende Fläche baurechtlich für Gastronomie genutzt werden können muss.

Planen Sie für diesen Behördenteil Zeit ein und holen Sie die aktuellen Konditionen direkt beim KVR und der IHK für München und Oberbayern ein. Die dortigen Angaben sind die verbindliche Quelle — nicht ein Blogbeitrag.

Warum der Standort das Verfahren mitbestimmt

Der Münchner Faktor steckt oft nicht in der Konzession selbst, sondern im Objekt. Eine Fläche, in der vorher ein Büro oder ein Einzelhandel war, ist nicht automatisch als Gaststätte nutzbar. Ob eine Nutzungsänderung nötig ist, wie es um Lüftung, Sperrzeiten und mögliche Außenbestuhlung steht — das entscheidet sich am konkreten Standort und an der Nachbarschaft. Gerade in dicht bewohnten Vierteln wie der Maxvorstadt, in Haidhausen oder in der Isarvorstadt spielt der Lärmschutz eine größere Rolle als in einer Ausfallstraße am Stadtrand.

Dazu kommt die wirtschaftliche Seite: München ist einer der teuersten Gastronomie-Standorte Deutschlands. Hohe Mieten und Personalkosten bei gleichzeitig starkem Wettbewerb bedeuten, dass ein neues Lokal schnell Gäste braucht — und sich keine leere Aufwärmphase leisten kann. Genau deshalb ist der digitale Start kein „Nice-to-have für später", sondern Teil der Eröffnung.

Was vor dem ersten Gast online sein muss

Sobald der Standort feststeht, sollte Ihr digitaler Auftritt aufgebaut werden — idealerweise Wochen vor der Öffnung. Diese vier Bausteine gehören dazu:

1. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Für einen neuen Betrieb in München ist das der wichtigste erste Treffer. Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Kategorie müssen stimmen, bevor die ersten Gäste nach Ihnen suchen — und sie werden suchen, sobald das Ladenschild hängt.

2. Eine Speisekarte, die am Handy lesbar ist. Nicht als PDF zum Herunterladen, sondern als echter Text auf einer Seite. Wer am Marienplatz oder in Schwabing spontan entscheidet, will in zwei Sekunden sehen, was es gibt und was es kostet — ohne zu zoomen. Warum das PDF Gäste kostet, steht ausführlich in Speisekarte für die Website erstellen.

3. Reservierung ohne Provision. Über die eigene Domain reserviert der Gast direkt bei Ihnen — ohne dass ein Buchungsportal pro vermitteltem Tisch mitverdient und die Kontaktdaten für sich behält. Was das im Betrieb ausmacht, zeigt Restaurant-Website München: reservieren ohne Provision.

4. Mehrsprachigkeit, wo die Lage sie verlangt. München ist eine der meistbesuchten Städte Deutschlands. In touristischen und internationalen Lagen suchen Gäste auf Englisch nach „restaurant munich" oder „beer garden near me". Eine rein deutschsprachige Seite ist für diese Suchen praktisch unsichtbar.

Warum die Website zur Gründung gehört — nicht danach

Der häufigste Fehler bei einer Gastro-Eröffnung: Erst wird monatelang am Umbau, an der Karte und am Personal gearbeitet, und die Website kommt „wenn alles läuft". Das ist zu spät. Suchmaschinen brauchen Vorlauf, um eine neue Website einzuordnen und für Suchbegriffe wie „Restaurant + Stadtteil" auszuspielen. Wer erst am Eröffnungstag online geht, rankt in den ersten Wochen — der neugierigsten Phase — kaum.

Besser: Die Website steht schon während der Bauphase, vielleicht zunächst als Vorab-Seite mit Konzept, Lage und geplantem Eröffnungstermin, über die Interessenten schon reservieren oder sich vormerken können. So sammeln Sie Sichtbarkeit und die ersten Gäste, bevor die Türen aufgehen. Wie so ein Website-Projekt in München abläuft und was es kostet, lesen Sie in Website erstellen lassen in München.

So kann eine Gastro-Website aussehen

Wie ein Gastronomie-Auftritt mit lesbarer Speisekarte, Direktreservierung und mehreren Sprachen wirkt, lässt sich am besten an fertigen Beispielen zeigen. Im Showroom stehen dafür mehrere Gastronomie-Designs — etwa ein mediterranes Restaurant, dessen komplette Seite samt Karte per Klick zwischen mehreren Sprachen wechselt, oder ein größerer Gastronomie-Komplex mit Speisekarte und Veranstaltungsflächen. Das sind Design-Beispiele, die zeigen, was technisch und gestalterisch möglich ist — vom ersten Eindruck bis zur Reservierung.

Wenn Sie in München ein Lokal planen und einen digitalen Auftritt brauchen, der zur Eröffnung steht: Sehen Sie sich die Beispiele im Showroom an und nehmen Sie darüber Kontakt auf. So sehen Sie vorab, wie Ihr Auftritt aussehen könnte, bevor Sie sich festlegen.

Häufige Fragen

Brauche ich für ein Café ohne Alkohol in München eine Konzession?

Für reine Speisen und alkoholfreie Getränke ist der Betrieb in Bayern häufig erlaubnisfrei und muss nur angezeigt werden. Sobald Sie Alkohol ausschenken, greift in der Regel die Erlaubnispflicht. Weil es auf den Einzelfall ankommt, klären Sie das vor der Anmietung mit dem KVR München.

Welche Behörde ist in München für die Gaststättenerlaubnis zuständig?

In München läuft die Gaststättenerlaubnis über das Kreisverwaltungsreferat (KVR). Für die lebensmittelrechtliche Unterrichtung ist meist die IHK für München und Oberbayern die Anlaufstelle, für die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz das Gesundheitsamt. Die aktuellen Abläufe und Gebühren stehen auf den offiziellen Seiten dieser Stellen.

Wann sollte die Website fertig sein — vor oder nach der Eröffnung?

Vor der Eröffnung. Suchmaschinen brauchen Vorlauf, bis eine neue Seite rankt. Wenn die Website — mindestens als Vorab-Seite mit Konzept und Reservierungsmöglichkeit — schon während der Bauphase steht, sind Sie am Eröffnungstag bereits sichtbar, statt erst dann anzufangen.

Muss meine Gastro-Website in München mehrsprachig sein?

Das hängt von der Lage ab. In touristisch geprägten und internationalen Vierteln lohnt sich mindestens eine englische Version, weil viele Gäste auf Englisch suchen. In einem reinen Wohnviertel mit lokaler Stammkundschaft ist das weniger entscheidend.

Kostet eine Reservierung über die eigene Website Provision?

Nein. Reserviert der Gast direkt auf Ihrer Domain, zahlen Sie keine Vermittlungsgebühr pro Tisch, und die Gästedaten bleiben bei Ihnen — anders als bei Buchungsportalen, die pro vermitteltem Gast abrechnen und denselben Gast später der Konkurrenz vorschlagen.