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Speisekarte für die Website erstellen: warum das PDF Ihre Ausflugsgäste kostet

Redaktionelle Illustration zum Beitrag „Speisekarte für Website erstellen: raus aus dem PDF“
Illustration: dzeksn

Die kurze Antwort vorweg: Erstellen Sie die Speisekarte für Ihre Website als echten, lesbaren Text direkt auf einer Seite – nicht als PDF zum Herunterladen. Eine Karte als PDF ist der häufigste Grund, warum ein Landgasthof den spontanen Tagesgast aus München verliert, bevor der überhaupt den Parkplatz ansteuert.

Denn die Entscheidung, wo eingekehrt wird, fällt nicht mehr am Küchentisch beim Sonntagsfrühstück. Sie fällt unterwegs, am Handy, im Moment des Hungers – meistens direkt in Google Maps. Und dort entscheidet nicht nur die Sterne-Zahl, sondern die Frage: Sehe ich in zwei Sekunden, was es zu essen gibt und was es kostet? Wer dafür erst eine „Speisekarte.pdf" laden, aufziehen und zoomen muss, ist schon weg.

Wer am Ammersee, am Starnberger See oder Richtung Chiemsee eine Wirtschaft betreibt, hat einen Vorteil, den ein Innenstadt-Lokal nicht hat: einen stetigen Strom unentschlossener Gäste aus der Stadt. Genau diese Unentschlossenheit lässt sich mit einer guten Web-Speisekarte in Ihre Kasse lenken – oder mit einem PDF an den nächsten Wirt verschenken.

Wer am See einkehrt, entscheidet am Handy

An einem schönen Wochenende leert sich München nach Süden und Westen: an die Seen, in die Voralpen, ins Grüne. Ein großer Teil dieser Ausflügler hat kein festes Ziel zum Essen. Der Plan lautet „raus, Runde drehen, dann irgendwo einkehren". Das „irgendwo" wird spontan entschieden – und zwar dort, wo die halbe Republik nach Restaurants sucht: in der Karten-App, mit Suchbegriffen wie „Biergarten in der Nähe" oder „Wirtshaus Ammersee".

Für Sie als Gastgeber heißt das: Der Wettbewerb um diesen Gast findet auf einem Handy-Bildschirm statt, bei Sonnenlicht, oft mit mäßigem Empfang am See. Der Gast überfliegt drei, vier Treffer, tippt auf die Website – und gibt Ihnen ungefähr eine Handbreit Bildschirm und ein paar Sekunden Zeit, ihn zu überzeugen. Was er dann sehen will, ist selten die Geschichte des Hauses. Es ist das Essen.

Das ist der Umland-Unterschied zur Stadt: In München sucht man häufig gezielt ein bestimmtes Lokal oder eine Küche. Im Ausflugsgebiet gewinnen Sie den Gast, der noch gar nicht weiß, dass es Sie gibt. Wie Sie in einem Ort gefunden werden, in dem Sie gar keine Adresse haben, ist ein eigenes Thema – dazu mehr in Google Maps Ranking verbessern und in einer anderen Stadt bei Google gefunden werden.

Warum die Karte als PDF im falschen Moment scheitert

Ein PDF ist für den Ausdruck gemacht, nicht für den Daumen. Auf dem Handy passieren damit reihenweise die immer gleichen Dinge:

  • Es lädt zu langsam. Ein Scan der laminierten Karte ist oft mehrere Megabyte groß. Am See mit schwachem Netz wartet niemand darauf.
  • Man muss zoomen und schieben. Die Schrift ist winzig, der Text läuft nicht mit der Bildschirmbreite um. Jede Preisspalte wird zur Fummelei.
  • Es öffnet sich als Download. Statt weiterzulesen, landet der Gast in einem separaten Viewer und muss sich zurückhangeln.
  • Google liest es kaum. Text in einem eingescannten PDF ist für die Suchmaschine oft nur ein Bild. Ihre Gerichte tauchen dann in keiner Suche auf.

Der letzte Punkt ist der teuerste. Wenn jemand „Schweinsbraten Herrsching" oder „Kaiserschmarrn Tegernsee" sucht, kann Ihre Karte nur mitspielen, wenn diese Wörter als echter Text auf Ihrer Seite stehen. In einem Bild-PDF sind sie unsichtbar – für den Gast schwer, für Google unmöglich.

So erstellen Sie die Speisekarte für die Website richtig

Eine Speisekarte gehört als Teil der Website gebaut, Zeile für Zeile als echter Text. So sieht der solide Aufbau aus:

  1. Nach Rubriken gliedern. Vorspeisen, Brotzeit, Hauptgerichte, Fisch, Vegetarisches, Nachspeisen, Getränke – jede Rubrik als eigener, anspringbarer Abschnitt, damit man auf dem Handy schnell zur richtigen Stelle springt.
  2. Jedes Gericht vollständig. Name, ein kurzer, ehrlicher Satz zur Beschreibung, der Preis und die nötigen Kennzeichnungen für Allergene und Zusatzstoffe. Der Gast soll nicht raten müssen.
  3. Für den Daumen gebaut. Schrift groß genug zum Lesen ohne Zoom, Preise klar in einer Spalte, alles läuft mit der Bildschirmbreite um. Kein horizontales Schieben.
  4. Schnell und leichtgewichtig. Text lädt in Sekundenbruchteilen, auch bei einem Balken Empfang. Das ist der ganze Sinn gegenüber dem schweren PDF.
  5. Selbst änderbar halten. Preise und Tagesgerichte müssen sich ändern lassen, ohne jedes Mal ein neues PDF zu exportieren und hochzuladen. Eine Karte, die niemand pflegt, weil es zu umständlich ist, ist schnell falsch – und eine falsche Karte am Handy ärgert den Gast an der Theke.
  6. Für die Suche auszeichnen. Mit den passenden strukturierten Daten kann Google die Karte besser verstehen und Teile davon direkt in den Suchergebnissen zeigen. Aus Ihrer Speisekarte wird so ein Grund, überhaupt gefunden zu werden.

Der Tagesgast entscheidet nach Appetit. Also stellen Sie das, wonach Sie gesucht werden, nach oben: die Brotzeit, den Sonntagsbraten, die Kuchentheke, den Biergarten. Wer eine wechselnde Tages- oder Wochenkarte hat, gehört sie prominent und aktuell auf die Startseite – das ist genau der Anreiz, der aus „vielleicht" ein „da halten wir" macht.

Was eine Web-Speisekarte zusätzlich kann

Sobald die Karte echter Bestandteil der Seite ist, öffnet das Möglichkeiten, die ein Blatt Papier nie hatte. Sie können saisonale Gerichte einblenden und wieder verschwinden lassen – Spargel im Frühjahr, Wild im Herbst, die Weihnachtsgans zur passenden Zeit. Sie können ausverkaufte Tagesgerichte streichen, bevor der Gast enttäuscht wird. Und Sie können bei Bedarf eine zweite Sprachfassung anbieten – wobei die meisten Ausflügler aus München deutschsprachig sind, eine englische Karte also eher Kür als Pflicht ist.

Wie so eine durchgestaltete, umschaltbare Speisekarte als Teil einer Seite aussieht, sehen Sie im Showroom: Dort stehen Restaurant-Websites, bei denen die komplette Karte im Text der Seite lebt und ohne einen einzigen PDF-Download auskommt – teils sogar per Klick zwischen mehreren Sprachen umschaltbar. Das sind Design-Demos, die zeigen, wie das aussehen kann, keine Erfolgsversprechen.

Ein Landgasthof ist dabei nur ein Fall im Umland-Muster. Direktvermarkter mit angeschlossenem Hofladen stehen vor der verwandten Frage der Hofladen-Website mit Vorbestellung, und für ein Lokal mitten in der Stadt zählen andere Hebel – nachzulesen unter Restaurant-Website München.

Nächster Schritt

Wenn Ihre Speisekarte heute ein PDF oder ein Foto der laminierten Karte ist, verschenken Sie an jedem schönen Wochenende Gäste, die am See nur einen Daumenwisch entfernt waren. Schauen Sie sich im Showroom an, wie eine web-taugliche Karte gebaut ist – und melden Sie sich, wenn Sie Ihre eigene aus dem PDF holen möchten.

Häufige Fragen

Reicht es nicht, das bestehende PDF einfach auf die Website zu stellen?

Nein. Ein verlinktes PDF löst keines der eigentlichen Probleme: Es lädt langsam, zwingt zum Zoomen und wird von Google schlecht gelesen. Der Gast am See springt ab, und Ihre Gerichte tauchen in keiner Suche auf. Die Karte muss als echter Text auf der Seite stehen, damit sie schnell, lesbar und auffindbar ist.

Wie halte ich die Speisekarte aktuell, wenn sich Preise ändern?

Bei einer web-basierten Karte ändern Sie den einzelnen Preis oder das Tagesgericht direkt – ohne die ganze Karte neu zu setzen, als PDF zu exportieren und wieder hochzuladen. Wichtig ist, dass die Pflege einfach genug ist, dass Sie sie auch wirklich machen. Eine veraltete Karte, die am Handy andere Preise zeigt als die Theke, kostet Vertrauen.

Muss die Karte für Gäste aus München mehrsprachig sein?

Für den klassischen Tagesausflug aus dem Münchner Raum meist nicht – dieses Publikum ist überwiegend deutschsprachig. Eine englische Fassung lohnt eher, wenn Sie zusätzlich internationale Touristen ansprechen. Grundsätzlich lässt sich eine zweite Sprache aber sauber ergänzen, wenn die Karte einmal als Text auf der Seite steht.

Kann Google die einzelnen Gerichte in den Suchergebnissen anzeigen?

Möglich ist es: Steht die Karte als Text auf der Seite und ist sie mit den passenden strukturierten Daten ausgezeichnet, kann Google die Inhalte verstehen und Teile davon hervorheben. Eine Garantie für eine bestimmte Darstellung gibt es nie – aber ein Bild-PDF hat diese Chance gar nicht erst.

Was kostet es, eine Speisekarte für die Website erstellen zu lassen?

Das hängt vom Umfang ab – eine übersichtliche Wirtshauskarte ist etwas anderes als eine große Karte mit wechselnden Tagesgerichten und mehreren Sprachen. Feste Marktpreise nennen wir hier bewusst nicht; sinnvoll ist ein Blick auf den konkreten Fall. Sehen Sie sich die Beispiele im Showroom an und fragen Sie für Ihren Gasthof gezielt an.