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Was kostet eine Website für kleine Unternehmen wirklich?

Redaktionelle Illustration zum Beitrag „Website-Kosten für Kleinunternehmen — was ist realistisch?“
Illustration: dzeksn

Kurz gesagt: Eine brauchbare Website für ein kleines Unternehmen kostet je nach Weg sehr unterschiedlich — grob vom niedrigen dreistelligen Jahresbetrag beim Baukasten in Eigenregie über einen einmaligen niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag beim Freelancer bis hin zu einem hohen vierstelligen oder fünfstelligen Projekt bei einer Agentur. Die Spanne ist so groß, weil „Website" alles bedeuten kann — von der digitalen Visitenkarte bis zur Verkaufsmaschine, die Ihnen jeden Tag Anfragen bringt.

Wer als Handwerker, Gastronom oder Dienstleister nach Kosten sucht, will meist nur eine Antwort: Lohnt sich das für mich, und was bekomme ich für mein Geld? Dieser Beitrag nennt ehrliche Preisspannen, benennt die versteckten Kosten und zeigt, woran Sie ein gutes Angebot von einem teuren Platzhalter unterscheiden.

Die drei Wege und ihre ehrlichen Preisspannen

Weg 1: Baukasten in Eigenregie

Sie bauen selbst mit einem der bekannten kommerziellen Baukasten-Dienste. Die reinen Kosten liegen im niedrigen bis mittleren zweistelligen Euro-Bereich pro Monat — über das Jahr also ein niedriger dreistelliger Betrag, inklusive Domain und Hosting.

Der ehrliche Haken: Sie zahlen mit Ihrer Zeit. Eine ordentliche Seite selbst aufzusetzen kostet schnell 20 bis 40 Arbeitsstunden — Text schreiben, Fotos sortieren, Layout basteln. Und das Ergebnis sieht oft nach Vorlage aus, weil tausende andere Betriebe dieselben Blöcke verwenden. Für eine einfache Präsenz reicht das. Für eine Seite, die bei Google vorne steht und Anfragen bringt, meistens nicht.

Weg 2: Freelancer

Ein einzelner Webdesigner oder eine kleine Zwei-Personen-Werkstatt baut Ihnen eine individuelle Seite. Marktüblich ist hier ein einmaliger niedriger bis mittlerer vierstelliger Betrag für einen kleinen Unternehmensauftritt — je nach Seitenzahl, Aufwand für Texte und Suchmaschinenoptimierung.

Das ist für die meisten kleinen Betriebe der Sweet Spot: individuelles Design, echte Inhalte statt Platzhalter und ein Ansprechpartner, der versteht, was Ihr Betrieb macht. Achten Sie darauf, was im Preis steckt — dazu unten mehr.

Weg 3: Agentur

Eine Agentur bringt ein ganzes Team mit: Strategie, Design, Entwicklung, oft auch laufendes Marketing. Dafür bewegen sich die Preise realistisch im hohen vierstelligen Bereich und gehen für umfangreiche Projekte in den fünfstelligen Bereich.

Für einen Handwerksbetrieb oder ein Restaurant ist das oft überdimensioniert — Sie bezahlen Overhead, den Sie nicht brauchen. Sinnvoll wird es, wenn Sie mehrere Standorte, einen Onlineshop oder fortlaufende Kampagnen bedienen wollen.

Versteckte Kosten — die Checkliste

Der Angebotspreis ist selten der Endpreis. Diese Posten werden gern vergessen:

  • Laufende Abo-Gebühren: Baukasten-Dienste kosten Monat für Monat. Kündigen Sie, ist die Seite meist weg — Sie mieten, Sie besitzen nichts.
  • Plugins und Erweiterungen: Terminbuchung, Formulare, Galerien — bei vielen Systemen kostet jede Zusatzfunktion extra, oft im Abo.
  • Wartung und Updates: Software veraltet. Ohne Pflege wird die Seite langsam, unsicher oder fällt aus. Fragen Sie, was Wartung kostet — oder ob das System überhaupt Wartung braucht.
  • „SEO-Pakete": Ein Klassiker. Monatliche Gebühren für vage Leistungen ohne messbares Ergebnis. Seriöse Suchmaschinenoptimierung steckt in der Seite selbst — in sauberer Technik und echten Inhalten — nicht in einem Dauerabo.
  • Texte und Fotos: Viele Angebote setzen voraus, dass Sie Inhalte liefern. Tun Sie das nicht, kommen Platzhalter rein — oder ein Aufpreis für Texterstellung.
  • Domain und E-Mail: Klein, aber wiederkehrend. Sollte im Angebot klar benannt sein.

Rechnen Sie über drei Jahre. Ein günstiger Baukasten mit vielen Zusatz-Abos kann am Ende teurer sein als eine einmalig bezahlte, wartungsarme Seite.

Woran Sie Qualität erkennen

Ein Preis sagt nichts über die Qualität. Diese fünf Punkte schon — nutzen Sie sie als Prüfliste bei jedem Angebot:

  1. Ladezeit. Eine gute Seite lädt in ein bis zwei Sekunden, auch auf dem Handy. Langsame Seiten verlieren Besucher und ranken schlechter. Fragen Sie nach dem PageSpeed-Wert oder testen Sie ihn selbst mit Googles kostenlosem Tool.
  2. Local SEO. Für ortsgebundene Betriebe entscheidend: Wird Ihr Betrieb gefunden, wenn jemand „[Ihre Leistung] in [Ihrer Stadt]" sucht? Eine gute Seite ist auf genau diese lokalen Suchen ausgelegt.
  3. Eigene Standortseiten. Wenn Sie mehrere Orte bedienen, braucht jeder Ort eine eigene, inhaltlich einzigartige Seite — nicht dieselbe Vorlage mit ausgetauschtem Ortsnamen. Google erkennt und bestraft kopierte Inhalte.
  4. Echte Inhalte statt Platzhalter. Steht auf der fertigen Seite noch Blindtext oder generisches Geschwafel? Dann rankt sie nicht. Substanzielle, auf Ihren Betrieb zugeschnittene Texte sind der halbe Erfolg.
  5. DSGVO-Konformität. Fonts und Inhalte lokal eingebunden statt über fremde Server, sauberes Impressum, korrekter Datenschutz. Fehler hier können teuer werden.

Wenn ein Anbieter zu diesen Punkten keine klaren Antworten gibt, ist der niedrige Preis kein Schnäppchen — sondern ein Warnsignal.

Der Beweis, dass es sich rechnet

Theorie ist das eine. Hier zwei Projekte, die zeigen, was eine sauber gebaute Seite leistet:

Reinigung Rada (Gebäudereinigung, München und Umgebung) hat eine Seite mit Ort-mal-Leistung-Unterseiten bekommen und in kürzester Zeit Google Rich Results erreicht — also die hervorgehobenen Suchergebnisse — sowie echte Kundenanfragen über die Seite. Das ist der Unterschied zwischen „online sein" und „gefunden werden": reinigung-rada.de.

Das Projekt Entrümpelung Rahimic zeigt, wie weit lokale Sichtbarkeit tragen kann: über 75 einzigartige Standortseiten für München und das Umland, dazu eigene Leistungs-Unterseiten und komplettes Local SEO. Jede Standortseite ist substanziell einzigartig — genau das, was Google für gutes Ranking verlangt.

Der Punkt ist nicht der Preis, sondern die Rechnung dahinter: Eine einzige gewonnene Anfrage — ein Umzugsjob, ein Reinigungsauftrag, ein neuer Stammgast — kann die gesamte Website bezahlen. Ab da arbeitet die Seite für Sie.

Fazit

Eine Website ist keine Ausgabe, sondern eine Investition — vorausgesetzt, sie ist auf Sichtbarkeit gebaut und nicht auf hübsche Optik allein. Der günstigste Weg ist selten der billigste, wenn man laufende Abos, Zusatzkosten und entgangene Anfragen mitrechnet. Und der teuerste Weg ist für die meisten kleinen Betriebe unnötig.

Für einen typischen Handwerks-, Gastro- oder Dienstleistungsbetrieb ist eine individuell gebaute, wartungsarme Seite mit echtem Local SEO fast immer die beste Wahl. Wollen Sie sehen, wie so etwas aussieht, bevor Sie irgendwo einen Vertrag unterschreiben? Im Showroom finden Sie umgesetzte Websites und Projekte zum Durchklicken — und darüber direkt eine Möglichkeit, ein Projekt anzufragen. Ein festes Angebot bekommen Sie nur individuell, weil der Preis von Seitenzahl, Standorten und Inhalten abhängt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen Handwerker?

Für einen Handwerksbetrieb mit individueller Seite, eigenen Texten und Local SEO ist marktüblich ein einmaliger niedriger bis mittlerer vierstelliger Betrag realistisch, wenn ein Freelancer baut. Ein Baukasten in Eigenregie ist günstiger im reinen Preis, kostet aber viel Eigenzeit und bringt selten gute Rankings. Der genaue Preis hängt vom Umfang ab — vor allem von der Zahl der Leistungs- und Standortseiten.

Baukasten oder Webdesigner — was ist besser?

Ein Baukasten lohnt sich, wenn Sie nur eine einfache digitale Visitenkarte brauchen und selbst Zeit investieren wollen. Ein Webdesigner lohnt sich, sobald die Seite Anfragen bringen soll: individuelles Design, echte Inhalte und eine Technik, die bei Google rankt. Für ortsgebundene Betriebe mit Wettbewerb ist der Webdesigner in der Regel die wirtschaftlichere Wahl.

Warum sind manche Website-Angebote so viel günstiger?

Günstige Angebote sparen meist an dem, was die Seite erfolgreich macht: individuelle Texte (stattdessen Platzhalter), sauberes Local SEO, schnelle Ladezeiten und einzigartige Standortseiten. Oft kommen laufende Abo-Kosten oder Aufpreise für Zusatzfunktionen dazu. Rechnen Sie immer über drei Jahre und prüfen Sie, was tatsächlich enthalten ist.

Fallen laufende Kosten an?

Ja, in gewissem Umfang immer. Domain und Hosting sind wiederkehrend, ebenso eventuell Wartung. Vorsicht bei monatlichen Baukasten-Abos und „SEO-Paketen" ohne messbares Ergebnis — hier summieren sich die Kosten über Jahre. Eine einmalig bezahlte, wartungsarme Seite kann langfristig günstiger sein.

Ab wann lohnt sich eine professionelle Website?

Sie lohnt sich, sobald über die Seite Anfragen oder Kunden kommen können. Eine einzige gewonnene Anfrage deckt oft schon einen großen Teil der Kosten. Entscheidend ist, dass die Seite bei lokalen Suchen gefunden wird — sonst ist sie nur eine Online-Broschüre, die niemand liest.